Deckungsbeitrag
Was von einem Auftrag übrig bleibt, nachdem die direkt zurechenbaren Kosten abgezogen sind – die entscheidende Kennzahl je Anlage.
Der Deckungsbeitrag ist die Differenz zwischen dem Erlös eines Auftrags und den variablen Kosten, die dieser Auftrag verursacht: Material, Montagelohn, Fahrt, Gerüst, Nachunternehmer. Was übrig bleibt, deckt die Fixkosten des Betriebs – Miete, Verwaltung, Fahrzeuge, Marketing – und darüber hinaus den Gewinn.
Für einen Installationsbetrieb ist das die wichtigere Zahl als der Umsatz. Zwei Betriebe mit gleichem Umsatz können völlig unterschiedlich dastehen, wenn einer bei Material besser einkauft oder weniger Montagestunden pro Anlage braucht.
Drei Stellen, an denen der Deckungsbeitrag im PV-Geschäft typischerweise verloren geht:
- Einkauf – wer ohne Volumen verhandelt, zahlt Listenpreise.
- Montagezeit – schlecht vorbereitete Baustellen und Zweitfahrten fressen die kalkulierte Marge.
- Nachkalkulation fehlt – ohne Vergleich von Kalkulation und Ist-Zahlen wiederholt sich derselbe Fehler.
Deshalb gilt: Nicht der Auftrag mit dem höchsten Preis ist der beste, sondern der mit dem verlässlichsten Deckungsbeitrag.
Verwandte Begriffe
- NachkalkulationDer Vergleich zwischen kalkulierten und tatsächlichen Kosten eines abgeschlossenen Auftrags.
- kWp (Kilowatt Peak)Die Nennleistung einer Photovoltaikanlage unter genormten Testbedingungen – die übliche Größenangabe für Anlagen.
- SystemzentraleDie Organisation hinter einem Franchise-System: bündelt Marketing, Einkauf, IT, Schulung und Support für alle Standorte.