Nachkalkulation
Der Vergleich zwischen kalkulierten und tatsächlichen Kosten eines abgeschlossenen Auftrags.
Die Nachkalkulation stellt nach Projektabschluss gegenüber, was geplant war und was tatsächlich angefallen ist: Materialverbrauch inklusive Verschnitt, Montagestunden, Fahrten, Nacharbeit. Erst dadurch wird sichtbar, ob die Kalkulation stimmt – oder ob systematisch zu optimistisch gerechnet wird.
In der Praxis ist das der am häufigsten übersprungene Schritt, weil das nächste Projekt schon wartet. Der Preis dafür ist hoch: Ohne Rückmeldung aus der Baustelle wiederholt sich derselbe Kalkulationsfehler bei jedem weiteren Auftrag.
Was eine Nachkalkulation typischerweise aufdeckt: unterschätzte Rüst- und Wegezeiten, zu knapp angesetzter Verschnitt, nicht eingeplante Zweitfahrten, und Kleinmaterial, das nie im Angebot stand. Für einen Verbund mit mehreren Standorten wird das doppelt wertvoll, weil sich Erkenntnisse vergleichen lassen.
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